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Die Kirche und das Wachtbergdenkmal

Seit dem Jahre 1393 befindet sich in Wachau eine Pfarrkirche. Der ursprüngliche Bau wurde beträchtlich erweitert, brannte jedoch während der Völkerschlacht bei Leipzig im Jahre 1813 nieder. In den Kriegswirren konnte nur ein Provisorium erreichtet werden, dass 1867 durch einen Neubau ersetzt wurde.

Entworfen vom Leipziger Architekten Konstantin Lipsius fand im Jahre 1867 die Weihe des im neugotisch-französischem Baustil errichteten Gotteshauses statt. Interessanterweise hat eine im Jahre 1465 gegossene Glocke alle Wirren und Widrigkeiten unbeschadet überstanden und befindet sich heute noch immer im Geläut des Bauwerks. Sie ist damit die älteste Kirchenglocke Markkleebergs.

Doch die Kiche blieb auch nach der Neuerrichtung nicht verschont von allerlei Missbill und mehr oder weniger großen Katastrophen. So wurden die vier Filialen durch einen Orkan vom Turm gerissen und im 2. Weltkrieg wurde die Kirche durch einen nahen Bombeneinschlag stark beschädigt. Die Mangelwirtschaft der DDR hat es nicht besser gemacht. Dringend nötigen Wartungs- und Restaurationsarbeiten blieben schlicht und ergreifend aus. Viele weitere Informationen zur Geschichte der sehr ansehnlichen Kirchenruine finden Sie direkt an der Kirche.

1994 begann man dann mit der Sanierung der verbliebenen Reste, am 11. Mai 1997 wurde sie mit einem Gottedienst wieder eingeweiht und ist seitdem Sakralraum und kultureller Anziehungspunkt. (Quelle: Infotafel) Man kann den Innenraum der Ruine auch mieten, um zum Beispiel dort zu feiern oder auch nur Fotos dort zu machen. Ich gestehe, dass mir die Gebühr dafür nur für ein paar Innenraumfotos zu happig war und so müssen Sie in der Galerie oben mit Außenaufnahmen vorlieb nehmen.

Das Denkmal, das Sie auf den Bildern in der Galerie sehen, steht unweit der Kirche auf einem kleinen und hübschen Platz. Es ist das Wachtbergdenkmal, zum Gedenken der Stelle an der an einem 16. Oktober der Völkerschlacht drei Monarchen zusammentrafen, um den Gang der Schlacht zu beobachten. Es waren dies keine geringeren als Kaiser Alexander von Russland, der Kaiser von Österreich und König Wilhelm von Preußen. Eine interessante Geschichte, die ich hier gar nicht vorwegnehmen möchte. Vielmehr lade ich Sie ein, die Kirchenruine zu besuchen und bei dieser Gelegenheit den Rest der Geschichte der Informationstafel nahe dem Wachtbergdenkmal zu entnehmen.


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