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Die Große Kreisstadt Wurzen - Dom, Schloss und Ringelnatz

Das erste was mir persönlich zur Stadt Wurzen einfällt, ist das Wort "Ringelnatzstadt". Und Joachim Ringelnatz (tatsächlich hieß er Hans Gustav Bötticher), der humorige Dichter ist tatsächlich allgegenwärtig in der Stadt an der Mulde. Er wurde im Jahre 1883 in Wurzen geboren, jedoch zog die Familie bereits im Jahre 1886 nach Leipzig um. Noch heute erinnern das Ringelnatzhaus (hier wurde er geboren) sowie viele andere Orte in der Stadt und zahlreiche Veranstaltungen an den bekannten Dichter.

Auf dem hübschen Wurzener Marktplatz findet sich so auch ein Ringelnatzbrunnen, der zum 100. Geburtstag des Schriftstellers errichtet wurde. Verziert mit heiter gotesken Figuren trägt er die Inschrift 'Überall ist Wunderland', den Titel eines Gedichtes von Joachim Ringelnatz.

Am Marktplatz findet sich auch das alte Rathaus, das heute nicht mehr als solches genutzt wird. Denn seit 1922 dient das Gebäude nicht mehr der eigentlichen Verwaltung der Stadt. 1927 wurde es als städtisches Museum eingerichtet. Nach umfassender und liebevoller Sanierung in den Jahren 1993 bis 1995 beherbergt das 'Alte Rathaus' heute eine bedeutende Bibliothek, die vielbesuchte 'Städtische Galerie' und den KulturBetrieb Wurzen.

Eines der Gebäude, das ganz wesentlicht das Stadtbild von Wurzen prägt, ist die Wenceslaikirche, die Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut wurde. Diese erste Kirche brannte 1499 vollständig ab und wurde 1513 vom Bischof von Salhausen im spätgotischen Stil neu gebaut. 1637 wieder zerstört, erfolgte 1663-1673 ein erneuter Neuaufbau, diesmal als dreischiffige Hallenkirche. Im Jahre 2006 wurde eine umfangreiche Sanierung abgeschlossen, so dass die prächtige Kirche heute glanzvoll dasteht und neben den Gottesdiensten auch für vielerlei Konzerte und Ausstellungen genutzt wird.

Ebenso stadtbildprägend ist der Bischofsdom St. Marien mit seinen beiden Türmen in unmittelbarer Nähe zum Bischofsschloss gelegen. Diese Kirche ist noch älter, die Stiftskirche, die den Grundstein zum Dom legte wurde bereits im Jahre 114 geweiht. Auch der Dom ist regelmäßig Aufführungsstätte für Konzerte. Die Domkantorei St. Marien und die Jugendkantorei des Wurzener Domes erfreuen hier die Gäste.

Ganz besonders prägend für Wurzens Stadtgesicht - weil sehr markant und weithin sichtbar - sind die beiden imposanten Mühlentürme, die schon von weitem erkennbar am Horizont emporragen, nähert man sich der Stadt. Sie gelten als das heimliche Wahrzeichen der Stadt.


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